Gerade in schwierigen Zeiten ist das Thema Motivation ein ganz wichtiges.
Was ist Motivation? Was bringt uns dazu, morgens aufzustehen und mit Freude ans Werk zu gehen?
Die wissenschaftliche Definition von Motivation ist der Zustand, der ein zielgerichtetes Verhalten einer Person auslöst und lenkt.
Doch wie entsteht dieser Zustand?
Wissenschaftlich gut untersucht und entsprechend anerkannt ist die Selbstbestimmungstheorie von 𝗗𝗲𝗰𝗶 & 𝗥𝘆𝗮𝗻.
Sie besagt, dass Menschen besonders motiviert sind, wenn sie Entscheidungsfreiheit haben und selbstbestimmt und frei handeln können (Autonomie).
Wenn sie sich als kompetent erleben und schwierige Aufgaben und Herausforderungen meistern (Kompetenz und Wachstum).
Und wenn sie sich in sozialen Beziehungen eingebunden fühlen, sich als Teil eines größeren Ganzen erleben.
Man unterscheidet zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation.
Die beiden Motivationsformen unterscheiden sich in der Qualität.
Intrinsische Motivation führt zu mehr Kreativität, Ausdauer, Problemlösungsverhalten und Wohlbefinden als extrinsische Motivation.
Extrinsische Belohnung funktioniert nur im Sprint. Also für kurze Zeit, für ein besonderes Ziel, für eine besondere und nennenswerte Belohnung.
Über längere Zeit angewendet, wird sie als negativer Druck wahrgenommen und führt zu Vermeidungsstrategien bei den Mitarbeitern.
Um Motivation und Engagement zu fördern, sollten die drei oben genannten Grundbedürfnisse erfüllt werden.
Positive Ergebnisse (ob im Vertrieb, in der Projektarbeit, oder anderen Bereichen) sind immer das Ergebnis eines harmonischen Zusammenspiels von mehreren Personen, Kompetenzen und Fachbereichen. Nie eine Einzelleistung.
Damit Mitarbeiter also keine Demotivation erleben, gilt …
1. Entscheidungsfreiheit und Gestaltungsmöglichkeiten im Arbeitsalltag ermöglichen. Es sind schließlich erwachsene Menschen, die Ihren Beruf verstehen.
2. Möglichkeiten, die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln und Anerkennung für erzielte Leistungen zu erhalten (lebenslanges Lernen und Weiterentwicklung).
3. Schaffung von sozialen Beziehungen und Teamgeist, um soziale Eingebundenheit zu stärken. Das Gefühl von Zugehörigkeit ist wichtig.
All dies führt zum Erleben von Gestaltungsmöglichkeiten – also Selbstwirksamkeit.
Dr. Reinhard Sprenger schrieb in seinem empfehlenswerten Buch „𝙈𝙮𝙩𝙝𝙤𝙨 𝙈𝙤𝙩𝙞𝙫𝙖𝙩𝙞𝙤𝙣“, dass die Aufgabe der Führungskräfte nicht darin besteht Mitarbeiter zu motivieren, sondern ein Umfeld zu schaffen, dass nicht demotiviert.
Um ein tieferes Verständnis von Motivation zu erhalten, empfehle ich sich mit den Erkenntnissen der positiven Psychologie zu beschäftigen.
Ergänzende Buchtipps:
– Dominik Dallwitz-Wegner: Unternehmen positiv gestalten https://urlz.fr/uMpE
– Florian Becker: Positive Psychologie https://urlz.fr/uMpK
