Zum Inhalt springen

Was uns antreibt

Kunst ist weit mehr als Dekoration. Sie ist das Spiegelbild einer Gesellschaft, Seismograph für Stimmungen und Werte, und immer auch ein Zeitzeuge. Wer verstehen will, wie eine Gesellschaft tickt, kommt um die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur nicht herum. Der Hamburger Kultursenator Carsten Brosda hat in seinem Buch „Die Bedeutung der Kultur für eine offene Gesellschaft“ betont, dass Kultur eine sinnstiftende, persönlichkeitsbildende und integrative Kraft entfaltet. Sie stiftet Zusammenhalt und ermöglicht es, gesellschaftliche Umbrüche produktiv zu gestalten.

Malerei, Fotografie, Schauspiel, Musik, Architektur… wir sind umgeben von Kunst, die unsere Kultur prägt – jeden Tag. Oft ist es uns nicht bewußt und trotzdem wirkt sie.
Sie löst in uns Gefühle aus – mal gute und mal weniger gute.

Warum hängen Bilder nicht nur in Museen, sondern auch in Besprechungsräumen, Foyers und Werkshallen? Warum investieren Unternehmen in Kunst, warum in das Design von Arbeitsplätzen und in die Architektur von Produktionshallen?
Bilder streicheln die Seele, Musik berührt das Herz, Schauspiel nimmt uns mit auf eine Reise, Architektur bildet die äußere Form, die uns eine innere Haltung gewinnen lässt. Wer Kunst versteht und gezielt verwendet, ist klar im Vorteil – auch und gerade als Unternehmen.

Kunst im beruflichen Umfeld reizt, irritiert, öffnet neue Perspektiven und regt an. Genau das ist im Unternehmenskontext so wertvoll.  Mitarbeitende werden eingeladen, Routinen zu verlassen, Perspektiven zu wechseln und ihre eigene Wahrnehmung zu hinterfragen. Das fördert Kreativität und Innovation – zwei Schlüsselkompetenzen in einer sich stetig verändernden Wirtschaft und Gesellschaft.

Ein paar Beispiele: Ritter Sport ist bekannt für seine Sammlung, die nicht nur in den Büros, sondern auch in den Produktionsstätten gezeigt wird. Audi macht es genauso. BMW sammelt Kunst und integriert sie in die eigene Unternehmenskultur.

Für mich ist der Besuch einer Ausstellung immer ein Genuss. Nicht immer verstehe ich auf Anhieb, was ich sehe. Aber ist das entscheidend? Sich Zeit zu nehmen und sich einzulassen ist wichtiger.
Ich mag die alten Meister im Amsterdamer Rijksmuseum, die Ausstellungen im Hamburger Bucerius Kunstforum und in den Deichtorhallen in Hamburg. Die vielen kleinen Galerien in Berlin sind immer eine Entdeckung. Wer es moderner mag, dem empfehle ich das Vitra Design Museum oder auch ARoS Kunstmuseum in Aarhus, Dänemark. Es sind wunderbare Orte die dazu einladen, die Welt einmal anders zu sehen und seinen Blick zu öffnen!