Zum Inhalt springen

Wie wollen wir im ALter wohnen?

Mich hat dieses Bild bewegt. Eine einfache Frage des FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V., Bundesvereinigung, an die Passanten auf dem Kirchentag in Hannover. Jeder konnte mit einem roten Punkt seine Präferenz zu der Frage markieren. Das Ergebnis beschreibt deutlich die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen.

Die zentrale Botschaft: Im Alter möchten Menschen nicht isoliert, sondern in Gemeinschaft leben. Sie wünschen sich Autonomie, Selbstbestimmung und soziale Teilhabe – Bedürfnisse, die sie mit jüngeren Generationen teilen. Wohnen ist mehr als nur ein trockenes Dach über dem Kopf haben.

𝗪𝗼𝗵𝗻𝗲𝗻 𝗶𝗺 𝗔𝗹𝘁𝗲𝗿 𝗶𝘀𝘁 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝘃𝗶𝗲𝗹𝘀𝗰𝗵𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴𝗲 𝗔𝘂𝗳𝗴𝗮𝗯𝗲, 𝗱𝗶𝗲 𝗴𝗮𝗻𝘇𝗵𝗲𝗶𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝘂𝗻𝗱 𝗸𝗹𝘂𝗴𝗲 𝗞𝗼𝗻𝘇𝗲𝗽𝘁𝗲 𝗲𝗿𝗳𝗼𝗿𝗱𝗲𝗿𝘁:

❗ 𝗦𝘁ä𝗱𝘁𝗲𝗽𝗹𝗮𝗻𝘂𝗻𝗴: Barrierearme Infrastruktur mit Ruhezonen, Grünflächen, flachen Bordsteinen und sicheren Gehwegen.

❗ 𝗜𝗺𝗺𝗼𝗯𝗶𝗹𝗶𝗲𝗻𝗲𝗻𝘁𝘄𝗶𝗰𝗸𝗹𝘂𝗻𝗴: Seniorengerechte Wohnformen sind noch keine Selbstverständlichkeit. Es braucht durchdachte Raumaufteilungen, schwellenfreie Zugänge, ausreichend Bewegungsflächen und angepasste Türbreiten.

❗ 𝗦𝗼𝘇𝗶𝗮𝗹𝗲 𝗥ä𝘂𝗺𝗲 𝘂𝗻𝗱 𝗡𝗮𝗰𝗵𝗯𝗮𝗿𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝘁: Begegnungsorte wie Cafés, Nachbarschaftszentren oder Gemeindehäuser fördern das Miteinander und stärken den sozialen Zusammenhalt.

❗ 𝗞𝘂𝗹𝘁𝘂𝗿𝗲𝗹𝗹𝗲 𝗧𝗲𝗶𝗹𝗵𝗮𝗯𝗲: Niedrigschwellige Angebote wie Bibliotheken, Veranstaltungen, Kurse und Theater in erreichbarer Nähe ermöglichen aktives Altern.

❗ 𝗠𝗼𝗯𝗶𝗹𝗶𝘁ä𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝗘𝗿𝗿𝗲𝗶𝗰𝗵𝗯𝗮𝗿𝗸𝗲𝗶𝘁: Wohnortnahe ÖPNV-Haltestellen mit barrierefreien Fahrzeugen und verständlichen Fahrplänen. Ergänzend: Mikromobilitätsangebote wie Seniorenbusse oder E-Scooter mit Sitz.

❗ 𝗡𝗮𝗰𝗵𝗯𝗮𝗿𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝘁𝘀𝗵𝗶𝗹𝗳𝗲 𝘂𝗻𝗱 𝗘𝗵𝗿𝗲𝗻𝗮𝗺𝘁: Lokale Netzwerke zur Unterstützung im Alltag stärken die Selbstständigkeit und fördern das soziale Miteinander.
Was dabei oft übersehen wird: Von diesen Strukturen profitieren nicht nur ältere Menschen – auch junge Familien, Menschen mit Behinderungen oder Alleinerziehende würden umfassend davon profitieren.

Am Ende geht es also nicht um „die“ und „wir“ –  sondern um UNS.
𝗪𝗶𝗲 𝘄𝗼𝗹𝗹𝗲𝗻 𝗪𝗜𝗥 𝗺𝗶𝘁𝗲𝗶𝗻𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿 𝗹𝗲𝗯𝗲𝗻?